Nasdaq 100 – Geschichte, Unternehmen und Zugangsmöglichkeiten
Änderungsdatum: 21.12.2025
Der Nasdaq 100 gilt als einer der einflussreichsten Aktienmarktindizes der Welt und bildet die Entwicklung von 100 der größten Unternehmen außerhalb des Finanzsektors ab, die an der Nasdaq-Börse notiert sind. Seit seiner Einführung am 31. Januar 1985 hat sich dieser technologieorientierte Index zu einem Gradmesser für innovationsgetriebene Branchen entwickelt und umfasst Branchenriesen wie Apple, Microsoft, Amazon und Nvidia.
Die Nasdaq-Börse selbst revolutionierte den Wertpapierhandel, als sie am 8. Februar 1971 als erste vollelektronische Börse der Welt eröffnet wurde. Gegründet von der National Association of Securities Dealers (NASD), ersetzte sie den traditionellen Börsensaal durch ein computergestütztes System, das einen schnelles und effizientes Trading in den gesamten Vereinigten Staaten ermöglichte.

TL;DR: Die wichtigsten Erkenntnisse
- Der Nasdaq 100 wurde am 31. Januar 1985 ins Leben gerufen, um die 100 größten Unternehmen außerhalb des Finanzsektors an der Nasdaq-Börse abzubilden.
- Der Index legte zwischen 1995 und 2000 um 582 % zu, bevor er im Zuge des Platzens der Dotcom-Blase 78 % verlor.
- Die Unternehmen müssen strenge Kriterien erfüllen, darunter eine Mindestmarktkapitalisierung, ein Handelsvolumen von 200.000 Aktien pro Tag und eine exklusive Nasdaq-Notierung.
- Trader können über die Nasdaq 100-CFDs auf Plus500 Zugang zu allen 100 Unternehmen erhalten.
Die Geburt des elektronischen Tradings: Die revolutionären Anfänge der Nasdaq
Um den Nasdaq 100 zu verstehen, muss man den bahnbrechenden Charakter seiner Mutterbörse verstehen. Als die Nasdaq am 8. Februar 1971 ihren Betrieb aufnahm, bedeutete dies einen Paradigmenwechsel im Wertpapierhandel (Library of Congress). Zum ersten Mal in der Finanzgeschichte operierte eine große Börse ohne physischen Handelssaal und verließ sich ausschließlich auf elektronische Systeme, um Käufer und Verkäufer zusammenzubringen.
Diese technologische Innovation zog eine neue Generation von Unternehmen an, insbesondere im aufstrebenden Technologiesektor. Firmen wie Intel, Microsoft und Oracle zogen die Nasdaq den traditionellen Börsen vor, da sie von ihrer modernen Infrastruktur und ihrer Attraktivität für wachstumsorientierte Anleger angezogen wurden.
Mitte der 1980er-Jahre hatte sich die Nasdaq als führender Handelsplatz für Technologiewerte etabliert und damit das perfekte Umfeld für einen spezialisierten Index geschaffen, der sich auf die innovativsten Unternehmen des Marktes konzentriert.
1985: Der Nasdaq 100 Index wird eingeführt
Am 31. Januar 1985 brachte die National Association of Securities Dealers offiziell den Nasdaq-100 Index® (NDX®) als „einen neuen, auf Technologie und Innovation ausgerichteten Index auf den Markt, der 100 der größten Nicht-Finanz-Unternehmen abbildet, die an der Nasdaq Stock Market® notiert sind“. Die Entscheidung, Finanzunternehmen auszuschließen, war eine bewusste Entscheidung, die es dem Index ermöglicht, sich weiterhin auf Wachstumssektoren zu konzentrieren, die die wirtschaftliche Innovation vorantreiben.
Das Timing erwies sich als vorausschauend. Die 1980er-Jahre waren die Zeit der Computerrevolution, des Aufstiegs von Softwareunternehmen und der Geburt der modernen Biotechnologie. Der Nasdaq 100 spiegelt diesen Wandel wider und bietet Anlegern ein einziges Instrument, um die Unternehmen zu verfolgen, die die Weltwirtschaft umgestalten.
In den späten 1980er- und frühen 1990er-Jahren wuchs der Index stetig, da Technologieunternehmen expandierten und neue Firmen an die Börse kamen. Die dramatischste Phase des Index sollte jedoch noch kommen.
Die Dot-Com-Blase: Spektakulärer Aufstieg und dramatischer Fall
In der Zeit zwischen 1995 und 2000 erlebten Technologieaktien ein beispielloses Wachstum, ein Phänomen, das als Dot-Com-Blase bekannt ist. In dieser Zeit stieg der Nasdaq Composite Index, der alle an der Nasdaq notierten Unternehmen umfasst, von rund 1.000 Punkten im Jahr 1995 auf einen Höchststand von 5.132,52 Punkten am 10. März 2000. Dies entspricht einem atemberaubenden Anstieg von 582 % in nur fünf Jahren.
Der Nasdaq 100, der stark auf Technologieaktien ausgerichtet ist, verzeichnete ein ähnlich explosives Wachstum. Die Begeisterung der Investoren für internetbasierte Unternehmen erreichte ihren Höhepunkt, wobei Unternehmen durch Börsengänge (IPOs) Millionenbeträge einnahmen, obwohl sie keine Gewinne oder in einigen Fällen keine tragfähigen Geschäftsmodelle vorweisen konnten.
Die Euphorie erwies sich als unhaltbar. Als die Blase im März 2000 platzte, waren die Folgen gravierend. Zwischen seinem Höchststand im März 2000 und seinem Tiefpunkt im Oktober 2002 fiel der Nasdaq Composite um rund 78 % und vernichtete damit mehr als 5 Billionen USD an Marktkapitalisierung. Hunderte von Dot-Com-Unternehmen meldeten Konkurs an, darunter so bekannte Unternehmen wie Pets.com, Webvan und Boo.com.
Der Absturz war eine ernüchternde Erinnerung an die Fundamentaldaten der Märkte, eröffnete aber auch Chancen für die Anleger. Unternehmen mit soliden Geschäftsmodellen überlebten und florierten, während sich der Index in den 2000er-Jahren allmählich erholte.
Wie werden Unternehmen in den Nasdaq 100 aufgenommen?
Im Gegensatz zu anderen Indizes, die sich ausschließlich auf die Marktkapitalisierung stützen, wendet der Nasdaq 100 strenge Zulassungskriterien an, um sein Prestige zu wahren und die Liquidität zu gewährleisten. Die Unternehmen müssen mehrere Voraussetzungen erfüllen, bevor sie für eine Aufnahme in Betracht kommen.
Primäre Zulassungsvoraussetzungen
Nach den offiziellen Unterlagen der Nasdaq müssen die Unternehmen:
- Ausschließlich an der Nasdaq-Börse notiert sein: Doppelnotierungen an anderen Primärbörsen disqualifizieren Unternehmen.
- Eine Wertpapierart halten, das die Voraussetzungen erfüllt: Zulässige Arten sind beispielsweise Stammaktien, Tracking Stocks, Anteile an wirtschaftlichen Interessen, Kommanditanteile oder American Depositary Receipts (ADRs) für ausländische Unternehmen.
- Außerhalb des Finanzsektors tätig sein: Banken, Investmentgesellschaften und andere Finanzdienstleistungsunternehmen sind ausgeschlossen.
- Schwellenwerte für das Mindesthandelsvolumen erfüllen: Die Wertpapiere müssen einen dreimonatigen durchschnittlichen täglichen Handelswert von mindestens 5 Mio. USD aufweisen.
- Handelsgeschichte aufweisen: Die Unternehmen müssen seit mindestens drei Monaten an der Nasdaq gehandelt werden, wobei Ausnahmen für hoch kapitalisierte Unternehmen und Spin-offs gelten.
Auswahl- und Rangordnungsverfahren
Der Index wird jedes Jahr im Dezember neu erstellt, mit vierteljährlichen Überprüfungen im März, Juni und September. Das Auswahlverfahren folgt dieser Hierarchie:
- Positionen 1 bis 75: Automatisch durch die größten qualifizierten Unternehmen, geordnet nach Marktkapitalisierung, ausgefüllt.
- Positionen 76 bis 100: Reserviert für Unternehmen, die bereits im Index enthalten sind, wenn sie die grundlegenden Anforderungen noch erfüllen.
- Ersatzkandidaten: Wenn bestehende Bestandteile unter Position 100 fallen, können Unternehmen auf den Rängen 101 bis 125 befördert werden, wenn sie alle Zulassungskriterien erfüllen
Diese Methode sorgt für Stabilität und ermöglicht gleichzeitig dynamischen Unternehmen, in den Index aufgenommen zu werden, wenn sie wachsen. Beispielsweise wurde Tesla im Dezember 2020 nach einem rasanten Anstieg seiner Marktkapitalisierung in den Nasdaq 100 aufgenommen, während diverse kleinere Technologieunternehmen ausschieden, da sie die Schwellenwerte nicht mehr erreichten.
Top-Unternehmen des Nasdaq 100
Die zehn größten Unternehmen des Nasdaq 100 nach Marktkapitalisierung spiegeln die anhaltende Dominanz von künstlicher Intelligenz, Cloud Computing und digitalen Plattformen wider.
Unternehmen | Sektor |
Halbleiter | |
Software und Cloud | |
Unterhaltungselektronik | |
E-Commerce und Wolke | |
Halbleiter | |
Internetdienste | |
Kommunikationsdienste | |
Zyklische Konsumgüter | |
Pepsico | Basiskonsumgüter |
Costco Wholesale | Zyklische Konsumgüter |
Die Zusammensetzung des Index spiegelt breitere Markttrends wider, wobei Halbleiterunternehmen aufgrund der Nachfrage nach künstlicher Intelligenz an Bedeutung gewinnen, während traditionelle Software- und Internetunternehmen weiterhin ein substanzielles Gewicht behalten.
Nasdaq 100 vs. Nasdaq Composite: Zum Verständnis des Unterschieds
Viele Anleger verwechseln den Nasdaq 100 mit dem Nasdaq Composite, aber diese Indizes dienen unterschiedlichen Zwecken:
- Nasdaq 100: Umfasst nur die 100 größten Unternehmen außerhalb des Finanzsektors und bietet ein konzentriertes Engagement in wichtigen Wachstumswerten
- Nasdaq Composite: Umfasst über 2.500 Unternehmen aller Größen und Branchen und bietet eine breitere Marktrepräsentation
Da der Nasdaq 100 keine Finanzunternehmen beinhaltet und sich auf großkapitalisierte Aktien konzentriert, ist er volatiler, aber auch stärker auf wachstumsstarke Sektoren konzentriert. Diese Eigenschaft trug zu seiner überdurchschnittlichen Entwicklung in Technologie-Bullenmärkten bei, erhöhte aber gleichzeitig das Abwärtsrisiko in Korrekturphasen.
Zugriffsmöglichkeiten auf den Nasdaq 100
Anlegern und Tradern stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, vom Nasdaq 100 zu profitieren:
Börsennotierte Fonds (ETFs)
Der Invesco QQQ Trust (Ticker: QQQ) ist der beliebteste ETF, der den Nasdaq 100 abbildet und über traditionelle Brokerkonten ein unkompliziertes Aktienengagement ermöglicht.
Index-Futures
Nasdaq 100-Futures-Kontrakte (E-mini NQ) werden an der Chicago Mercantile Exchange gehandelt und bieten ein gehebeltes Engagement und einen 23-Stunden-Trading-Zugang.
Differenzkontrakte (CFDs)
Mit Plus500 können Trader Positionen auf den Nasdaq 100-CFD eröffnen und über ein einziges Instrument ein Engagement in allen 100 Unternehmen eingehen. CFD-Funktionen:
- Hebel: Größere Positionen mit weniger Kapital kontrollieren (aber sowohl Gewinne als auch Verluste verstärken)
- Leerverkauf: Leerverkäufe sind möglich, um Abwärtsbewegungen aufzufangen
- 24/5-Trading: Zugang zu Märkten außerhalb der traditionellen Zeiten
- Keine Eigentumsprobleme: Kursbewegungen handeln, ohne Basiswerte zu halten
Eine umfassende Anleitung zu Index-Trading-Strategien finden Sie in der Plus500-Trading-Akademie.
Der moderne Nasdaq 100: Eine globale Technologie-Benchmark
Seit der Erholung vom Dot-Com-Crash hat der Nasdaq 100 eine bemerkenswerte Performance erzielt, die durch die digitale Transformation der Weltwirtschaft angetrieben wurde. Der Index hat zahlreiche Herausforderungen überstanden, darunter die Finanzkrise 2008, den durch die Pandemie 2020 ausgelösten Absturz und regelmäßige Korrekturen im Technologiesektor.
Die Nasdaq hat sich weit über ihre Ursprünge hinaus entwickelt und betreibt mittlerweile 25 Märkte weltweit. Sie bietet Börsen rund um den Globus Trading-Technologie an. Der Nasdaq 100 hat sich zu einem der meistzitierten Benchmarks entwickelt und wird von professionellen Investoren, Hedgefonds und Privatanlegern genutzt, um den Zustand des Technologiesektors einzuschätzen.
Die Entwicklung des Index spiegelt die wechselnde Führungsrolle in der Technologie wider. Während Unternehmen wie Microsoft und Apple jahrzehntelang eine beherrschende Stellung innehatten, haben Newcomer wie Nvidia und Tesla die Wettbewerbslandschaft umgestaltet, während ehemalige Marktführer wie Intel an Einfluss verloren haben.
Fazit
Von seiner Einführung im Jahr 1985 mit einem Basiswert von 125,00 bis zu seinem heutigen Status als Multi-Billionen-Benchmark hat der Nasdaq 100 den Aufstieg der Technologiewirtschaft miterlebt. Sein Weg durch die Dotcom-Blase, die darauffolgende Erholung und seine anhaltende Dominanz verdeutlichen sowohl die Chancen als auch die Risiken von Wachstumsinvestitionen.
Die strengen Zulassungskriterien des Index gewährleisten hohe Standards, während die modifizierte Gewichtungsmethodik ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Konzentration und Diversifizierung herstellt. Für Trader, die ein Engagement in den weltweit führenden Unternehmen außerhalb des Finanzsektors suchen, bietet der Nasdaq 100 ein bewährtes Instrument mit einer vier Jahrzehnte langen Geschichte.
Plus500 ermöglicht Tradern den Zugang zu diesem prestigeträchtigen Index über den Nasdaq 100-CFD, der eine unkomplizierte Methode darstellt, um mit einer einzigen Position ein Engagement in 100 der innovativsten Unternehmen unserer Zeit einzugehen. Ganz gleich, ob Sie das Wachstum des Technologiesektors antizipieren oder bestehende Positionen absichern möchten, der Nasdaq 100 bleibt ein Eckpfeiler beim modernen Trading.
*Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Die obigen Angaben sind lediglich Prognosen und sollten nicht als Anlageberatung verstanden werden.
Häufig gestellte Fragen
Die Nasdaq ist die Börse selbst, während der Nasdaq 100 ein Index der 100 größten an dieser Börse notierten Unternehmen außerhalb des Finanzsektors ist. Die Nasdaq-Börse beherbergt über 3.000 Unternehmen, aber der Nasdaq 100 umfasst nur die wichtigsten Unternehmen außerhalb des Finanzsektors.
Finanzunternehmen sind ausgeschlossen, um den Schwerpunkt des Index auf Wachstumssektoren wie Technologie, Verbraucherdienste und Gesundheitswesen zu legen. Dies ermöglicht dem Nasdaq 100, als reine Benchmark für innovationsorientierte Branchen zu dienen und nicht als breiter Marktindex.
Der Index wird jährlich im Dezember neu erstellt und vierteljährlich im März, Juni und September überprüft. Bei diesen Überprüfungen können Unternehmen je nach Marktkapitalisierung und Zulassungskriterien hinzugefügt oder entfernt werden.
Ja, ausländische Unternehmen können sich über American Depositary Receipts (ADRs) qualifizieren. Beispiele hierfür sind das chinesische Unternehmen Alibaba und verschiedene andere internationale Technologieunternehmen, die über ADRs an der Nasdaq notieren.
Zwischen 1995 und März 2000 erlebten Technologieaktien einen dramatischen Aufschwung, wobei der breiter gefasste Nasdaq Composite um 582 % zulegte. In der Folge verlor der Index zwischen März 2000 und Oktober 2002 rund 78 % seines Wertes und vernichtete eine Marktkapitalisierung von über 5 Billionen Dollar.
Plus500 bietet CFD-Trading auf den Nasdaq 100 an, der es Anlegern ermöglicht, Positionen in Bezug auf Kursbewegungen einzugehen, ohne die zugrunde liegenden Wertpapiere zu besitzen. Anleger können sowohl Long- (Kauf) als auch Short-Positionen (Verkauf) eröffnen, wobei ein Hebel möglich ist. Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Plus500. (CFD-Trading birgt ein erhebliches Risiko und ist möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet).
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