Wöchentlicher Wirtschaftskalender Rückblick 31. Juli 2025: Fed-Zinsen, Zölle, Quartalszahlen
Zum Ende des Monats Juli mussten sich die globalen Märkte mit einer Vielzahl von Wirtschaftsdaten, Entscheidungen der Zentralbanken und geopolitischen Entwicklungen auseinandersetzen. Von der mit Spannung erwarteten Zinsankündigung der US-Notenbank über den Inflationsanstieg in Europa bis hin zu den Unternehmensgewinnen großer Konzerne lieferte diese Woche wichtige Einblicke in die globale Konjunkturentwicklung. Hier sind die wichtigsten Ereignisse der Woche an den Märkten und in der Politik:

Kurzzusammenfassung: Die wichtigsten Marktereignisse dieser Woche
Die Inflation in Europa stieg auf 2,5 %, angeführt von Deutschland (2,6 %) und Spanien (3,1 %).
Das Handelsabkommen zwischen der EU und den USA verhinderte Zölle in Höhe von 12 Milliarden Pfund auf Stahl und Aluminium.
Spanische Banken verzeichneten im ersten Halbjahr 2025 ein zweistelliges Gewinnwachstum.
Die von Trump verhängten Zölle auf Indien und Südkorea sorgten für Unruhe an den Rohstoffmärkten.
Die Gewinne der großen Technologieunternehmen hielten an, während der Nasdaq leicht zulegte.
Die US-Notenbank hielt die Zinsen trotz des Drucks von Trump unverändert bei 4,25 % bis 4,50 %.
Inflation in der Eurozone leicht gestiegen
Die Verbraucherpreise in Europa stiegen im Juli 2025 stärker als erwartet, wobei der VPI der Eurozone jährlich 2,5 % erreichte. Zu den wichtigsten Faktoren gehörten:
Inflationsanstieg in Deutschland:
Anstieg von 2,1 % im Juni auf 2,6 %
Die Lebensmittelkosten stiegen im Jahresvergleich um 4,2 %
Die Energiepreise stiegen um 3,8 %
Inflationsbeschleunigung in Spanien:
Erreichte 3,1 % gegenüber den erwarteten 2,4 %.
Die Inflation bei Dienstleistungen stieg auf 3,7 %.
Der Kern-VPI (ohne Lebensmittel/Energie) erreichte 2,9 %.
Wall Street beobachtet Gewinne der großen Tech-Unternehmen nach moderaten Zuwächsen
Die US-Aktienmärkte legten vor den Gewinnen der großen Technologieunternehmen in dieser Woche leicht zu. Der Optimismus wurde durch anhaltende geopolitische und handelspolitische Bedenken sowie durch Vorsicht hinsichtlich der Politik der Federal Reserve gedämpft. Der Nasdaq schnitt besser ab, da die Anleger starke Ergebnisse von Unternehmen wie Apple und Microsoft erwarteten, obwohl die Stimmung insgesamt vorsichtig blieb. Die Händler schienen solide Unternehmensfundamentaldaten gegen makroökonomische Gegenwinde und anhaltenden Inflationsdruck abzuwägen. Werfen Sie einen Blick auf die vorsichtige Rallye an der Wall Street und die Erwartungen hinsichtlich der Gewinne der großen Technologieunternehmen.
EU und USA schließen Zollabkommen vor Ablauf der Frist
Die Europäische Union und die Vereinigten Staaten haben in letzter Minute eine Einigung erzielt, die die Wiedereinführung von Handelsabgaben im Wert von 12 Milliarden Pfund verhindert. Das Abkommen umfasst:
Wichtige Details des Abkommens:
Anpassung der Stahlkontingente an das aktuelle Handelsvolumen
Erhöhung der Aluminiumimportkontingente um 15 %
Zugang zum Markt für saubere Energie für beide Regionen
Einrichtung eines Streitbeilegungsmechanismus
Die Reaktion der Märkte erfolgte umgehend:
Europäische Stahlaktien stiegen um 2,3 %
US-Fertigungsindizes legten um 1,1 % zu
Handelsempfindliche Währungen legten zu
Diese Vereinbarung markiert eine deutliche Entspannung in den transatlantischen Handelsbeziehungen und sorgt für Stabilität in wichtigen Exportsektoren. Lesen Sie, wie das Zollabkommen zwischen der EU und den USA einen großen Handelskonflikt entschärft hat.
Spanische Aktien legten nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen zu
Große spanische Finanzinstitute erzielten beeindruckende Ergebnisse für das erste Halbjahr 2025, was zu einem Anstieg der Bankaktien führte:
Ergebnisse von Santander:
Nettogewinn stieg um 18 % auf 6,2 Mrd. €
Eigenkapitalrendite verbesserte sich auf 13,1 %
Kosten-Ertrags-Verhältnis sank auf 42 %
Ergebnisse von BBVA:
Gewinnwachstum von 22 % gegenüber dem Vorjahr
Nettozinsertrag stieg um 12 %
Risikovorsorge im Kreditgeschäft sank um 8 %
Wichtige Erfolgsfaktoren:
Höhere Zinserträge aufgrund des Zinsumfelds
Stabile Kreditnachfrage in den Kernmärkten
Wirksame Maßnahmen zur Kostenkontrolle
Diversifizierte Geschäftstätigkeit
Bankaktien legten nach Veröffentlichung der Ergebnisse um durchschnittlich 4,2 % zu. Erfahren Sie mehr über die robusten Ergebnisse der spanischen Banken im ersten Halbjahr 2025 und die Kursgewinne ihrer Aktien.
Trumps Zollmaßnahmen erschütterten Rohstoffmärkte und Aussichten für den asiatischen Handel
US-Präsident Donald Trump führte neue Zölle auf Importe aus Indien und Südkorea ein, darunter Rohstoffe wie Kupfer und Elektronik. Die Märkte reagierten umgehend: Die Kupferpreise stiegen aufgrund von Versorgungsängsten, während asiatische Aktien unter Verkaufsdruck gerieten. Die Maßnahme wurde als Teil einer umfassenderen Neuausrichtung der US-Handelspolitik angesehen, die darauf abzielt, Handelsströme wieder ins Gleichgewicht zu bringen und heimische Industrien zu schützen. Analysten warnten, dass solche Maßnahmen die Handelsspannungen im asiatisch-pazifischen Raum wieder aufflammen lassen und zu Volatilität in den globalen Lieferketten führen könnten. Untersuchen Sie, wie sich Trumps neue Zölle auf die Rohstoff- und regionalen Handelsmärkte ausgewirkt haben.
Fed hält Zinsen unverändert
Die US-Notenbank Federal Reserve hat am 30. Juli 2025 die Zinsen bei 4,25 % bis 4,50 % belassen und damit Forderungen von Präsident Donald Trump nach einer sofortigen Senkung zurückgewiesen. Fed-Chef Jerome Powell hob drei wichtige Faktoren hervor:
Anhaltende Inflation über dem Zielwert von 2 %
Zollbedingte Unsicherheiten, die sich auf die Wirtschaftsprognosen auswirken
Ein widerstandsfähiger, aber sich abkühlender Arbeitsmarkt, der gemischte Signale sendet
Powell schloss in seiner Pressekonferenz garantierte Zinsänderungen für September aus und bekräftigte damit den datenabhängigen Ansatz der Fed. Der US-Dollar legte sofort zu, während die Aktienmärkte uneinheitlich schlossen, was die vorsichtige Stimmung der Anleger widerspiegelte.
Auswirkungen auf den Markt: Entscheidung der Fed
Der US-Dollar legte daraufhin zu, während die Aktienmärkte den Tag uneinheitlich beendeten, was die gedämpfte Stimmung der Anleger widerspiegelte. Lesen Sie mehr über die Zinsentscheidung der Fed vom Juli 2025 und die wichtigsten Äußerungen von Powell.
Wie geht es weiter an den globalen Märkten?
In den kommenden Wochen ist mit erhöhter Volatilität zu rechnen, da die Märkte folgende Faktoren verarbeiten:
Quartalszahlen der verbleibenden S&P-500-Unternehmen
Arbeitsmarktdaten im August aus wichtigen Volkswirtschaften
Äußerungen der Zentralbanken zu ihren geldpolitischen Kursen
Entwicklungen in der Handelspolitik unter der Trump-Regierung
Wirtschaftsdaten aus Europa vor dem Hintergrund anhaltender Inflationssorgen
Vorschau auf den nächsten Wirtschaftskalender (Woche vom 3. August 2025):
Montag, 4. August: US-Fabrikaufträge, australischer Judu Bank Services PMI, Protokoll der geldpolitischen Sitzung der Bank of Japan
Dienstag, 5. August: US-PMI und Handelsbilanz, Eurozone-PMI und PPI.
Mittwoch, 6. August: britischer PMI, Einzelhandelsumsätze in der Eurozone, chinesische Handelsbilanz.
Donnerstag, 7. August: Industrieproduktion in Deutschland, Exporte und Importe in Frankreich, Inflationsbericht der Bank of England, Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA.
Schlussfolgerung
Diese Woche zeigte sich erneut, wie Zentralbanken, Inflationsdaten und geopolitische Entwicklungen weiterhin miteinander verflochten sind und die globalen Märkte in Echtzeit beeinflussen. Während die US-Notenbank ihre vorsichtige Haltung bekräftigte, entfachte die Inflation in Europa erneut eine politische Debatte in der EU. Unterdessen sorgten das Handelsabkommen zwischen der EU und den USA sowie starke Unternehmensgewinne in Spanien für einen Hoffnungsschimmer. Die jüngsten Zölle von Trump machten jedoch erneut deutlich, wie schnell politische Veränderungen die wirtschaftliche Dynamik verändern können. In den kommenden Wochen könnte es zu Volatilität kommen, da die Märkte die Unternehmensergebnisse verdauen und sich auf wichtige politische Entscheidungen vorbereiten.
*Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.
Häufige Fragen (FAQs):
Was hat die US-Notenbank diese Woche beschlossen?
Die Fed hat die Zinssätze trotz des Drucks von Präsident Trump unverändert bei 4,25 % bis 4,5 % belassen und dies mit Inflationssorgen und Datenunsicherheit begründet.
Warum steht die Inflation in Europa im Fokus?
Deutschland, Spanien und die gesamte Eurozone meldeten im Juli eine höher als erwartete Inflation, was zu Spekulationen über die künftige Politik der EZB führte.
Was ist bei den Zollverhandlungen zwischen der EU und den USA passiert?
Kurz vor Ablauf der Frist wurde eine Einigung erzielt, wodurch Zölle in Höhe von 15 Milliarden Dollar vermieden und der Marktzugang für beide Seiten verbessert wurden.
Wie haben sich spanische Banken entwickelt?
Spanische Banken erzielten im ersten Halbjahr 2025 starke Gewinne, die auf höhere Zinserträge und strenge Kostenkontrollen zurückzuführen waren und das Vertrauen der Anleger stärkten.
Welche Auswirkungen hatten die neuen Zölle von Trump?
Neue Zölle auf Indien und Südkorea wirkten sich auf die Kupferpreise und die asiatischen Märkte aus und schürten die Sorge vor erneuten Handelsspannungen.