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RBA: Nach 13 Zinserhöhungen bleiben die Zinsen stabil

Am Dienstag, den 7. Mai, beschloss die Reserve Bank of Australia (RBA), die Zinssätze auf ihrem derzeitigen Niveau von 4,35 % zu belassen. Dies ist die vierte geldpolitische Sitzung in Folge, bei der die RBA die Zinssätze beibehalten hat, was möglicherweise eine Pause im jüngsten Zinserhöhungszyklus signalisiert.

Schauen wir uns diese Entscheidung einmal genauer an:

Australia flag

RBA belässt Leitzins bei 4,35 %. Zinssenkungen sind aber nicht in Sicht

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beschloss am 7. Mai, die Zinssätze mit 4,35 % auf dem höchsten Stand seit Dezember 2011 zu halten. Diese Entscheidung bedeutete eine mögliche Pause bei den aggressiven Zinserhöhungen, die seit April 2022 durchgeführt wurden. Damals befanden sich die Zinsen auf einem Rekordtief von 0 %. Die Meinungen darüber, ob die RBA die Zinserhöhung abgeschlossen hat, sind jedoch geteilt. 

Einige glauben, dass dies der Höhepunkt sein könnte, während andere mit weiteren Zinserhöhungen rechnen, um der Inflation entgegenzuwirken, die stärker als erwartet ausgefallen ist. Die RBA selbst räumte die Ungewissheit ein und erklärte, dass "die weitere Entwicklung der Zinssätze ungewiss ist". 

Dieser Mangel an Klarheit lässt die australischen Kreditnehmer in der Schwebe, da sie nicht wissen, ob es bald zu einer Entlastung von den hohen Kreditkosten kommen wird, was aus mehreren Gründen nicht gerade positiv für die australischen Kreditnehmer ist.

Wie sich die Zinsen auf die Wirtschaft auswirken könnten

Australische Haus- und Wohnungseigentümer sind besonders anfällig für Zinserhöhungen, da ihr Anteil an Hypotheken mit variablem Zinssatz im Vergleich zu anderen Ländern deutlich höher ist. Nur Norwegen übertrifft Australien in seiner Abhängigkeit von variabel verzinsten Hypotheken.

Wie alle anderen haben auch die Australier mit höheren Zinsen und steigenden Lebenshaltungskosten zu kämpfen. Aus Berichten der RBA geht hervor, dass etwa einer von 20 Eigennutzern mit variablen Hypotheken aufgrund dieser steigenden Kosten bereits mehr ausgibt als er einnimmt.

Australische Inflation ist immer noch höher als erwartet

Die Inflation gibt der RBA weiterhin Anlass zur Sorge, obwohl sie Anzeichen einer Verlangsamung aufweist. Zwar stiegen die Verbraucherpreise (VPI) im März-Quartal im Jahresvergleich um 3,6 % (gegenüber 4,1 % im Dezember), doch ist die zugrunde liegende Inflation nach wie vor höher als die Gesamtinflation und ist nicht so schnell wie erwartet gesunken.

Dieser langsamer als erwartet verlaufende Rückgang der Inflation in Verbindung mit den unsicheren Wirtschaftsaussichten hat möglicherweise zu der Entscheidung der RBA beigetragen, die Zinssätze auf ihrem derzeitigen Niveau zu belassen. 

Die Zentralbank ist bestrebt, die Inflation wieder in den Bereich ihres Ziels von 2 bis 3 % zu bringen, aber die jüngsten Daten deuten darauf hin, dass dieser Prozess eine Herausforderung sein wird. Die RBA rechnet nun damit, dieses Ziel in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 zu erreichen und möglicherweise 2026 die Mitte zu erreichen, was bedeuten könnte, dass die Zinssätze "länger hoch" bleiben müssen.

Der AUD/USD fällt nach der RBA-Entscheidung

Nach der Entscheidung der australischen Zentralbank, die Leitzinsen unverändert zu lassen, fiel der australische Dollar (AUD) gegenüber dem US-Dollar (USD). Dies geschah trotz einer viertägigen AUD/USD-Rally und anhaltender Sorgen über die Inflation und die Wirtschaftsaussichten des Landes.

Analysten hatten mit einem falkischen Ton der RBA gerechnet. Die Erklärung der Zentralbank enthielt jedoch nicht die erwartete energische Sprache, was die Anleger dazu veranlasste, ihre Positionen neu zu bewerten, was möglicherweise die allgemeine Stimmung änderte und zum Abwärtstrend des AUD/USD beitrug. (Quelle: The Guardian)

Schlussfolgerung

Der heutige Schritt der RBA folgte auf die Entscheidung des FOMC, der die Zinssätze am 1. Mai unverändert in einer Spanne zwischen 5,25% und 5,5% beließ. Später in dieser Woche können Händler die Entscheidung der Bank of England am Donnerstag, den 9. Mai, verfolgen, von der ebenfalls erwartet wird, dass sie ihre Leitzinsen bei 5,25% belässt.

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