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VPI-Prognose Februar 2026 – EU-Inflationsvorschau: Verbraucherpreise in Spanien, Deutschland und Frankreich

Dieser Freitag (27. Februar 2026) wird für die Eurozone zu einem wichtigen Inflationstest, da Spanien, Frankreich und Deutschland neue Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) veröffentlichen. Zusammen könnten diese Berichte die Erwartungen hinsichtlich der nächsten Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) beeinflussen.

Werfen wir einen Blick auf die Erwartungen:

Die Flagge der Europäischen Union weht vor einem modernen Glasgebäude.

TL;DR

  • Die Inflation in Spanien dürfte bei etwa 2,3 % bleiben, wobei die Kerninflation bei etwa 2,6 % verharren wird, was auf anhaltenden Druck im Dienstleistungssektor und bei den Löhnen hindeutet.

  • Frankreich bleibt inflationsmäßig die schwächste Volkswirtschaft, wobei der Gesamt-VPI aufgrund der anhaltenden Schwäche im Energiesektor voraussichtlich nur bei 0,2-0,3 % liegen wird.

  • Für Deutschland wird eine Inflation von etwa 2,1-2,2 % prognostiziert, wobei die Kerninflation bei etwa 2,4 % liegen wird, was die zugrunde liegende Inflation relativ stabil hält.

  • Die Kerninflation könnte die Reaktion der Märkte beeinflussen, und die Zahlen aus Deutschland könnten die Erwartungen hinsichtlich der nächsten Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank prägen.

Spanien VPI

Aktuelle Daten (Januar 2026)

Spaniens endgültiger Verbraucherpreisindex (VPI) für Januar fiel gegenüber dem Vorjahr von 2,9 % im Dezember auf 2,3 % und lag damit leicht unter der vorläufigen Schätzung von 2,4 %. Der Kern-VPI blieb mit 2,6 % stabil, was auf anhaltenden Druck im Dienstleistungssektor und bei den Löhnen zurückzuführen ist. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) sank von 3,0 % auf 2,4 %, was vor allem auf sinkende Energiekosten zurückzuführen ist.

Das Land erlebt eindeutig eine allgemeine Desinflation, aber die Stabilität der Kerninflation deutet darauf hin, dass der zugrunde liegende Preisdruck weiterhin stark ist.

Erwartungen für Februar 2026

Der vorläufige Verbraucherpreisindex für Februar wird auf etwa 2,3 % gegenüber dem Vorjahr geschätzt und entspricht damit dem Wert vom Januar. Die Kerninflation dürfte weiterhin bei etwa 2,6 % liegen.

Für die Märkte bedeutet dies, dass Spanien zwar kein Inflationsausreißer mehr ist, sich aber auch nicht schnell genug abkühlt, um aggressive Zinssenkungen der EZB zu rechtfertigen.

Frankreich VPI

Aktuelle Daten (Januar 2026)

Die Inflation in Frankreich ist im Januar stark zurückgegangen. Der Gesamt-VPI lag bei nur 0,3 % im Jahresvergleich, nach 0,8 % im Dezember und unter den Erwartungen. Auf Monatsbasis sanken die Preise um 0,3 %, was auf saisonale Rabatte und einen starken Rückgang der Energiepreise um 7,8 % im Jahresvergleich zurückzuführen ist. Die Kerninflation ging auf 0,7 % zurück, während die Lebensmittelpreise um 1,9 % stiegen und die Dienstleistungen auf 1,8 % zurückgingen.

Frankreich weist derzeit die schwächste Inflationsdynamik unter den drei großen Volkswirtschaften auf, wobei die Deflation im Energiesektor eine dominante Rolle spielt. (Quelle: Trading Economics)

Erwartungen für Februar 2026

Analysten erwarten, dass der vorläufige Verbraucherpreisindex für Februar zwischen 0,2 % und 0,3 % im Jahresvergleich liegen wird. Die durchschnittliche Inflationsrate für das erste Quartal wird auf etwa 0,9 % geschätzt, während die Schätzungen für das Gesamtjahr 2026 bei etwa 1,3 % liegen und für 2027 auf 1,8 % steigen.

Unternehmensumfragen deuten darauf hin, dass die mittelfristigen Inflationserwartungen weiterhin bei etwa 2 % liegen, was darauf hindeutet, dass zwar kein unmittelbares Deflationsrisiko besteht, aber eine deutliche Disinflationsdynamik zu beobachten ist.

Frankreich stärkt die Argumente für eine Lockerung der Geldpolitik durch die EZB, aber allein ist es unwahrscheinlich, dass es die Politik diktieren wird.

Deutschland VPI

Aktuelle Daten (Januar 2026)

Die HVPI-Inflationsrate in Deutschland stieg im Januar leicht auf 2,1 % im Jahresvergleich, nach 2,0 % im Dezember. Der VPI-Index stieg auf 122,80, was einem moderaten Anstieg von 0,08 % gegenüber dem Vormonat entspricht. Während die Energiepreise zurückgingen, stiegen die Preise für Industriegüter und Dienstleistungen weiter an, sodass die Kerninflation bei etwa 2,4 % blieb.

Deutschland bleibt die einflussreichste Volkswirtschaft in der Eurozone, und seine Inflationsentwicklung hat erhebliches Gewicht für politische Entscheidungen.

Erwartungen für Februar 2026

Die Prognosen für den vorläufigen Verbraucherpreisindex im Februar liegen zwischen 2,1 % und 2,2 % im Jahresvergleich, wobei die Kerninflation voraussichtlich bei etwa 2,4 % liegen wird. Das Lohnwachstum und die Inflation im Dienstleistungssektor stützen weiterhin den zugrunde liegenden Preisdruck, und die Bundesbank prognostiziert für 2026 einen Durchschnittswert von knapp 2,2 %.

Aufgrund der wirtschaftlichen Größe Deutschlands dürfte jede positive oder negative Überraschung hier die stärksten Auswirkungen auf den Markt haben.

Politischer Kontext der EZB

Die Europäische Zentralbank bleibt vorsichtig. Obwohl die Gesamtinflation in Teilen der Eurozone sich dem Zielwert von 2 % nähert, deutet die hartnäckige Kerninflation, insbesondere in Deutschland und Spanien, darauf hin, dass der Disinflationsprozess noch nicht abgeschlossen ist.

Die Daten vom Freitag werden Aufschluss darüber geben, ob die EZB ihren Kurs der schrittweisen Lockerung beibehält oder unter Druck gerät, die Erwartungen hinsichtlich Zinssenkungen anzupassen.

Schlussfolgerung 

Bei den am Freitag veröffentlichten Inflationszahlen geht es weniger darum, ob die Gesamtzahlen sinken, sondern vielmehr darum, ob sich die Kerninflation als hartnäckig erweist. Frankreich nähert sich einem sehr niedrigen Inflationsniveau, Spanien zeigt einen stabilen, aber anhaltenden Druck, und Deutschland bleibt stabil um das Ziel der EZB herum.

Sollte Deutschland positiv überraschen, könnten die Anleiherenditen und der Euro zulegen, da die Märkte das Tempo der Lockerung neu bewerten würden. Sollten alle drei Volkswirtschaften schwächer als erwartete Zahlen vorlegen, könnten sich die Erwartungen hinsichtlich einer Zinssenkung beschleunigen und die Renditen sinken.

Letztendlich werden die Zahlen aus Deutschland wahrscheinlich den Ton für die Zinserwartungen in der Eurozone für das zweite Quartal 2026 angeben.

*Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Die oben genannten Informationen dienen ausschließlich Marketing- und allgemeinen Informationszwecken und sind lediglich Prognosen, die nicht als Anlageforschung, Anlageberatung oder persönliche Empfehlung angesehen werden sollten.

FAQs

Warum ist Deutschland wichtiger als Frankreich oder Spanien?

Deutschland ist die größte Volkswirtschaft in der Eurozone, daher haben seine Inflationsdaten den größten Einfluss auf die Durchschnittswerte des gesamten Blocks und die Erwartungen hinsichtlich der Politik der EZB.

Was ist die Kerninflation und warum ist sie wichtig?

Die Kerninflation schließt volatile Komponenten wie Energie und Lebensmittel aus. Sie vermittelt ein klareres Bild der zugrunde liegenden Preisdynamik und Lohnentwicklung, die für die Entscheidungen der Zentralbanken von entscheidender Bedeutung sind.

Könnte die schwache Inflation in Frankreich die EZB zu einer schnelleren Zinssenkung zwingen?

Nicht allein. Die Entscheidungen der EZB basieren auf aggregierten Daten der Eurozone, und die Inflationsentwicklung in Deutschland könnte mehr Gewicht haben.

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